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Oberstufe · Abiturvorbereitung

Eine Lösung nachvollziehen ist nicht dasselbe wie eine Aufgabe lösen können.

Der Unterschied zeigt sich erst bei einer Aufgabe, die nicht wie die geübte aussieht. Diese Materialien trainieren den Schritt, der dann fehlt: zu erkennen, welches Verfahren eine Aufgabe verlangt.

xy
f(x)=x33x2+2xf(x) = x^3 - 3x^2 + 2xFläche zwischen Graph und x-Achse — die Aufgabenklasse, an der sich zeigt, ob das Verfahren sitzt oder nur der Rechenweg.

§01Das Problem

Der übliche Weg trainiert das Nachrechnen, nicht das Entscheiden.

  1. 01

    Theorie lesen

    Der Satz wird verstanden, solange er vor einem liegt.

  2. 02

    Aufgabe rechnen

    Das Verfahren ist durch das Kapitel schon vorgegeben. Die eigentliche Entscheidung ist bereits gefallen.

  3. 03

    Lösung vergleichen

    Der Weg ist nachvollziehbar. Das fühlt sich wie Können an, ist aber Wiedererkennen.

  4. 04

    Prüfung

    Hier steht kein Kapitel über der Aufgabe. Die Entscheidung, die nie geübt wurde, ist die erste, die verlangt wird.

Deshalb sind die Aufgaben hier nicht nach Rechenweg sortiert, sondern gemischt, gestuft und mit der Kompetenz versehen, die sie verlangen.

§02Aufbau eines Trainingsblocks

Hinweise statt Lösung — in der Reihenfolge, in der man sie braucht.

Wer feststeckt, braucht nicht die vollständige Lösung, sondern den kleinsten nächsten Schritt. Jede Aufgabe ist deshalb gestaffelt.

  1. 1Aufgabe

    Mit Angabe von Schwierigkeit und trainierter Kompetenz.

  2. 2Hinweis 1

    Benennt, worauf zu achten ist, ohne das Verfahren zu nennen.

  3. 3Hinweis 2

    Nennt das Verfahren, nicht die Durchführung.

  4. 4Ansatz

    Der erste Rechenschritt, ab dem man selbst weiterkommt.

  5. 5Vollständige Lösung

    Nachvollziehbar, mit den Umformungen, die üblicherweise übersprungen werden.

  6. 6Typischer Fehler

    Der Fehler, den diese Aufgabe erfahrungsgemäß provoziert — und warum er entsteht.

§03Schwierigkeit

Sechs Stufen, getrennt von der Kompetenz.

Die Stufe sagt, wie weit eine Aufgabe von der Grundform entfernt ist. Sie sagt nicht, wie viel gerechnet werden muss. Eine rechnerisch kurze Aufgabe kann konzeptionell anspruchsvoll sein — und umgekehrt.

Beide Angaben stehen an jeder Aufgabe, damit gezielt statt der Reihe nach geübt werden kann.

1/6
Grundlagen
Die Grundform des Verfahrens, ohne Umweg.
2/6
Standard
Die Form, die in Klausuren als Routineaufgabe erscheint.
3/6
Anwendung
Das Verfahren steckt in einem Sachzusammenhang und muss erst freigelegt werden.
4/6
Abitur
Niveau und Umfang entsprechen einer Abiturteilaufgabe.
5/6
Transfer
Verlangt die Verbindung zweier Verfahren oder eine ungewohnte Darstellung.
6/6
Abitur+
Über dem üblichen Prüfungsniveau. Für Leistungskurs und Wettbewerbsvorbereitung.

§04Fachbereiche

Drei Gebiete, nach Themen aufgeschlüsselt.

Analysis

Das Verhalten von Funktionen: wie sie sich ändern, wo sie extrem werden und welche Größe eine Fläche oder ein Volumen unter ihnen hat.

  • Funktionen und ihre Eigenschaften
  • Grenzwerte und Stetigkeit
  • AbleitungenAbleitungsregeln, höhere Ableitungen, implizites Ableiten
  • KurvendiskussionNullstellen, Monotonie, Extrema, Krümmung, Wendepunkte, Asymptoten
  • IntegralrechnungStammfunktionen, bestimmtes Integral, Substitution, partielle Integration
  • Flächen und Rotationsvolumen
  • AnwendungsaufgabenOptimierung, Wachstum und Zerfall, Bestand und Änderungsrate
  • Funktionsscharen
  • DifferentialgleichungenNur in einigen Lehrplänen. Der Lehrplanbezug steht am jeweiligen Produkt.

Analytische Geometrie

Geraden, Ebenen und Körper im Raum, beschrieben durch Vektoren — und die Frage, wie sie zueinander liegen.

  • Vektoren und Rechnen mit Vektoren
  • Geraden im Raum
  • EbenenParameterform, Normalenform, Koordinatenform und die Umwandlung zwischen ihnen
  • LagebeziehungenPunkt, Gerade, Ebene — parallel, schneidend, windschief, identisch
  • Lineare Gleichungssysteme
  • SkalarproduktOrthogonalität, Winkel zwischen Vektoren
  • VektorproduktNur in einigen Lehrplänen. Der Lehrplanbezug steht am jeweiligen Produkt.
  • AbständePunkt–Gerade, Punkt–Ebene, Gerade–Gerade, Gerade–Ebene
  • Winkel
  • Flächen und Volumen von Körpern
  • KugelnNur in einigen Lehrplänen. Der Lehrplanbezug steht am jeweiligen Produkt.

Stochastik

Wie wahrscheinlich ein Ergebnis ist, wie sich Ergebnisse verteilen und wann eine Beobachtung als Beleg gegen eine Annahme taugt.

  • WahrscheinlichkeitsrechnungLaplace, Baumdiagramme, Vierfeldertafel, bedingte Wahrscheinlichkeit
  • Kombinatorik
  • Zufallsgrößen, Erwartungswert, Varianz
  • Binomialverteilung
  • NormalverteilungNur in einigen Lehrplänen. Der Lehrplanbezug steht am jeweiligen Produkt.
  • HypothesentestsEin- und zweiseitig, Fehler erster und zweiter Art
  • KonfidenzintervalleNur in einigen Lehrplänen. Der Lehrplanbezug steht am jeweiligen Produkt.

§05Lehrplan

Die Bundesländer unterscheiden sich. Das wird hier nicht verwischt.

Wo ein Thema für ein Bundesland und einen Jahrgang ausgewiesen ist, steht das am Produkt. Fehlt die Angabe, heißt das: sie ist nicht hinterlegt. Es heißt nicht, dass das Thema überall Prüfungsstoff ist.

Die Angaben werden schrittweise gepflegt, statt pauschal behauptet.